Wir, einige junge Bürger aus der Gastronomie machen uns schon seit Jahren Gedanken über ein modernes, sozial-ökologisch nachhaltiges Gastronomiekonzept. Das Konzept steht! Kurzform: Jeder Mitarbeiter soll auch ein Gesellschafter(Mitunternehmer) sein. Für Anwohner besteht die Möglichkeit, durch finanzielle Mittel oder durch Mitarbeit, Bürgeraktien an unserem Restaurant zu erwerben. Dafür erhält er ein Mitspracherecht an betrieblichen Entscheidungen (Angebot, Preis, Aktivitäten). Wir wollen mit unserem Restaurant neue öffentliche Räume (Kommunikationsräume) schaffen, in dem der Bürger auf demokratische Weise Einfluss auf Unternehmen erhält. Wir versuchen die bürgerliche Berufung neu zu definieren. Neue Formen der bürgerlich-demokratischen Steuerung könnten Demokratie und soziale Gerechtigkeit in einen Bereich bringen der sich immer mehr der Öffentlichkeit (den Bürgern) entzieht. Gesamtkonzept unter: http://www.nachhaltigkeitskaufhaus.com/restaurant.htm
Kommentare
Interessant, aber... warum?
Welche Probleme gibt es, wenn ein Restaurant nicht wie einen demokratischen Staat funktioniert?
Antwort
In der jetzigen Wirtschaftsform besteht die einzige Form der Einflußnahme im Kaufen oder Nichtkaufen. D.h. ein Unternehmen wirft Waren und Dienstleistungen auf den Markt, ohne sich dabei um soziale, ökologische Aspekte, natürliche Ressourcen und wirkliche menschliche Bedürfnisse zu scheren. Der Bürger kauft dann oder nicht. Bei unserem Projekt hingegen, entscheiden Angestellte (Mitunternehmer), Gäste (die Bürger-Anwohner)und Erzeuger gemeinsam, auf demokratische Weise, unter welchen Bedingungen/Preisen Waren und Dienstleistungen angeboten werden sollen. Durch den Erwerb von Bürgeraktien erhält der Aktionär Anrecht am Gewinn der Unternehmung, welcher dann(durch demokratische Entscheidungsfindung) in soziale, ökologische Projekte oder in Allgemeingut fließt. So werden sichere wertvolle Arbeitsplätze, sozial-ökologisches Kapital und Allgemeingut, auf demokratische Weise, geschaffen. Kurzum, eine neue Definition der bürgerlichen Berufung.
Open source –Wirtschaft- Bürger- Initiative
Diese Initiative könnte ähnlich funktionieren wie die open source Initiative in der IT- Branche. Bloß in der Wirtschaft- Bürger- Initiative würde nicht nur der kommerzielle Vorteil dominieren. Bürger und NGO s erarbeiten gemeinsam, mit nachhaltigen Unternehmen, sozial-ökologische Standards aus. Die Bürger geben im Gegenzug ihre Wünsche und Bedürfnisse (in Bezug auf Waren und Dienstleistungen), Ideen und Innovationen an die Unternehmen weiter. D.h., jeder sozial-ökologische engagierte Bürger kann die nachhaltigen Unternehmen bei deren Arbeit unterstützen. Die Unternehmen setzen die Ideen /Innovationen dann um (welche ihnen einen klaren wirtschaftlichen Vorteil verschaffen) und stellen dafür einen Teil des Gewinns sozialen oder ökologischen Projekten zu Verfügung.
Guter und kreativer Ansatz
Guter und kreativer Ansatz um den demokratischen Gedanken auf die Ebebene des normalen Bürgers zu holen.
„Junge Leute überall auf
„Junge Leute überall auf der Welt, insbesondere in reichen Ländern, würden das Konzept des sozialen Unternehmertums sehr anziehend finden, weil es sie dazu herausfordert, durch Einsatz ihrer kreativen Fähigkeiten eine Veränderung zu bewirken. Heutzutage sind viele junge Leute frustriert, weil sie in der bestehenden Welt des Kapitalismus keine positiven, sie ansprechenden Herausforderungen sehen. Junge Menschen träumen davon, sich eine eigene, perfekte Welt zu erschaffen.“ Prof. Dr. Muhammad Yunus, Träger des Friedensnobelpreises
Es gibt in Deutschland ausreichend kreative und innovative Menschen, aber die Meisten scheitern bereits an der ersten Hürde des Aufbaus eines sozialökologischen Unternehmens, nämlich der Finanzierun
The social life
Sicherlich haben Sie schon einmal etwas von dem Internetspiel Second Life gehört. Oder nicht? Second Life ist eine Internet 3-D Infrastruktur für von Benutzern gestaltete virtuellen Welten, in der Menschen interagieren, spielen, Handel betreiben und anderweitig kommunizieren können mit ca. 7 Millionen Nutzern. Die Nutzer versuchen hierbei ein anderes Leben zu führen als ihnen in der Realität möglich wäre. D. h. sie stellen eine andere Person dar, sie versuchen so schnell wie möglich reich zu werden usw. …
NGOs, vielleicht die Aktion Mensch selbst, könnten ein eigenes Internetspiel entwerfen The Social Life. Im Gegensatz zur jetzigen Version des Spieles wäre hierbei die Zielsetzung das Erreichen eines höchstmöglichen Lebensstandart der gesamten Gesellschaft. Die User erhalten so die Möglichkeit verschiedene soziale und wirtschaftliche Formen spielerisch zu erleben, zu probieren und damit eine bestmögliche, erfolgreiche Gesellschaftsform zu entwickeln die auch als Beispiel für die reale Welt dienen könnte. Bei Eintritt in die virtuelle Welt zahlt der User einen Mitgliedsjahresbeitrag der gleichzeitig ein virtuelles Startguthaben darstellt. (Bsp. Jahresbeitrag 20€ = 5000 in virtueller Währung) Dieser Jahresbeitrag wird dann einer NGO gespendet, welche der User vorher selbst bestimmt hat.