Wenn Volljährige gerade ihren Führerschein bekommen haben, macht das Autofahren besonders großen Spaß. Sie fahren mit dem Auto zum nächsten Supermarkt oder besuchen einen Freund, der im gleichen Dorf wohnt. Überall kommen sie schnell hin…dem Anschein nach. Fest steht: Neun von zehn Autofahrten betragen weniger als 20 Kilometer.
Ich habe vor mit meinen Freunden einen Wettbewerb zu starten, in dem es darum geht, in einem Monat so wenig wie möglich in unserem Dorf Auto zu fahren. Am besten also gar nicht. Da die meisten Sport machen und auch den Ehrgeiz haben, Gewinner zu werden, erhoffe ich mir einen großen Erfolg…und hoffe auf die Erkenntnis, dass der Weg mit dem Fahrrad zum Sportplatz eventuell nicht nur schneller und billiger sondern auch umweltfreundlicher ist.
Kommentare
Super Beitrag!
Genau meine Worte!
Ich war früher selbst einmal "autoverbländet" und "energiesüchtig"!
Hab sogar mal eine Lehre zum KfZ-Mechaniker erfolgreich abgeschlossen. Aber genau der direkte Einblick in die extrem unnatürliche, umweltverschmutzende, ressourzenvernichtende Branche der Mobilität, hat mich wohl wachgerüttelt, dass dieser Weg eine Sackgasse mit schwerwiegenden Folgen für die nachfolgenden Generationen sein wird.
Seit 1993 hab ich meinen Umweltschutztechniker gemacht, danach einen Fachberater Dezentrale Energie. Seit 1994 hab ich kein Auto mehr und benutze Rad, Bahn und meine Füße. Nur für einen Umzug nutzte ich seit dieser Zeit eine "Dieselkutsche". Es geht mir dabei besser wie jeh zuvor. Keine Sorgen mehr um Sprittpreise, überall muß ich eh nicht hin (hab mir früher viel zu viel Stress gemacht, bei jeder Party im Umkreis dabei sein zu müssen, was ein rießiger Quatsch war!). Als Verzicht empfinde ich das nicht, denn in dieser schnell-lebigen Zeit, wo soviel auf ejeden einzelnen einprasselt, tut Ruhe, Enmtspannung, radeln in der Natur unheimlich gut. Die Langsamkeit als positiv empfinden in einem sonst doch eher von "höher - schneller - weiter" geprägten Meinungsbild.
Ich bin jetzt 38, viele halten mich sogar aktuell für 26. Das ist kein Witz. Ich bin fitter als mit 19.Durch's alltägliche von A nach B Radln, Rauchern gezielt aus dem Weg gehen, Naturkostlebensmitteln und das nicht mehr Zulassen von Stress und Hektik.
Ganz nebenbei kommt noch ein ganz hervorragender Nebeneffekt zum tragen: Der Geldbeutel ist eigentlich immer voll, man kann sich genügend für mögliche größere Anschaffungen oder auch den Ruhestand zurücklegen.
Wenn ich mich an die Zeit des Autofahrens zurück erinnere, muß ich immer schmunzeln, wie naiv ich doch war und der Masse mit Ihrem Splin hinterher rannte...
Ich kann's nur jedem empfehlen, den Gedanken vom Auto loszukommen, so pö a pö in die Tat umzusetzen.
Viel Spaß mit Unserer wunderschönen Natur
wünscht autofreier Insel und Freiburg-Fan Stefan