Seit 2003 engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche als Mentoren für Schüler aus bildungsfernen Familien im Rollbergviertel von Neukölln, einem bekannten sozialen Brennpunkt in Berlin. Die Mentoren fungieren als Türöffner zur Deutschen Gesellschaft, da über 95% der Schüler einen türkischen oder arabischen Migrationshintergrund haben.
Es gilt, den Teufelskreis aus mangelnden Sprachkenntnissen, niedriger Bildung und vorprogrammierter Arbeitslosigkeit zu durchbrechen. Daher wurde 2003 mit dem Netzwerk Schülerhilfe eine regelrechte Bildungsoffensive auf Mikroebene gestartet.
Für viele Familien ist es der einzige Kontakt zu Berlinern außerhalb des Rollbergviertels. Daher sehen wir die ehrenamtlichen Mentoren als "Vitaminspritze" für den Kiez. Derzeit werden ca. 14 % der Grundschulkinder aus dem Rollbergviertel gefördert.
Das Projekt wurde im Mai 2009 beim Wettbewerb der Bundesregierung und des Rates für Nachhaltige Entwicklung "Generationendialog in der Praxis"ausgezeichnet.